U-Turn – U-Know – U-Live – U-Move – U-Brunch

Diese Begriffe kursieren seit einiger Zeit in unserer Gemeinde und stehen für die ganze Bandbreite bzw. Angebotspallette unserer Jugendarbeit.

Im offenen Jugendcafé „U-Live“ erleben wir gerade etwas höchst Spannendes. Seit einiger Zeit wird unsere Adresse nämlich bei der hiesigen Polizei als sozialer Brennpunkt geführt. Hintergrund ist die Situation, dass sich in den Osterferien bis zu 60 Jugendliche auf unserem Gelände aufhielten, um sich einfach so zu treffen, abzuhängen, zu chillen, zu Kickern (wenn wir mal da waren und ihnen den Kicker raus stellten), zu trinken und einfach Spaß in einer für sie angenehmen Atmo zu haben. Im Moment kommen sie – bei gutem Wetter – „nur“ Freitag und Samstag. 🙂

U-Know ist nun darum bemüht, die Jugendlichen in unser Kirchengebäude rein zu holen. Und das passiert leider nur einmal im Monat. Mittlerweile wird das Thema aber in der Gemeinde, mit der Nachbarschaft und der Polizei, in einer eigens für die sozial-diakonischen Belange zuständigen neu gebildeten Arbeitsgruppe, in der Gemeindeleitung ohnehin und auch im gesamten Gemeindeumfeld auf breiter Basis diskutiert – es bewegt sich was!! Das macht mich glücklich.

Die einzelnen genannten Gruppen sprechen dabei nicht für sich über die Sache und das Vorgehen, sondern sie sind miteinander vernetzt. In jeder Gruppe finden sich Vertreter anderer Gruppen. Das macht die Sache so wahnsinnig spannend. Die Gemeinde ist versetzt in einen Zustand, der von Begeisterung und Aufbruchsstimmung über Irritation bis hin zu Ablehnung alles enthält. Und das ist gut so! Denn genau so kann Gemeindebau fruchtbar werden, dass sich die einzelnen Gemeindeglieder Gedanken machen und sich so mit dem Thema auf welche Weise auch immer identifizieren.

Interessant ist auch, dass einige der Jugendlichen Schüler der direkt an unser Grundstück angrenzenden Hauptschule Ringstraße sind. Das heißt: Hier gibt es Überschneidungspunkte zwischen der Aktion „Ringschule wirtschaftet“ sowie unserer offenen Jugendarbeit – und das wurde natürlich nicht bewußt gesteuert. Vielleicht gelingt es aber, durch die U-Know-Arbeit einen guten Samen in der Ringschule zu säen.

Unsere Jugendlichen, Jungen Erwachsenen, Älteste, Gemeindeleitung und viele andere Mitarbeiter und natürlich ich sind motiviert bis in die Haarspitzen. Wir fangen an, den ganz großen Traum vom gemeinsamen Bau des Reiches Gottes zu träumen, ach, was sag ich – nicht zu träumen, wir sind mitten drin, ihn zu leben! Und das kann und darf nicht unter uns bleiben!!

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