IceBucketChallenge

Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis auch ich zur IceBucketChallenge nominiert wurde. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Josef Adugna von SUNA, der dies in seiner charmanten Art gestern getan hat.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich normalerweise für alle möglichen Späße zu haben bin – und freilich habe ich auch bei dieser „lustigen Aktion“ mitgemacht. Aber eigentlich ist es keine wirklich lustige Aktion (mehr), weil es um ein sehr ernstes Thema geht.

Der Hintergrund für diese Aktion ist ein Spendenaufruf zur Unterstützung der ALS-Forschung. Ich persönlich stehe der ganzen Sache kritisch gegenüber – aber das erkläre ich im Video hinreichend und knapp.

Wer ausführlichere Hinweise sucht, sei an Julia Probsts Blog verwiesen, die die Sache vortrefflich auf den Punkt bringt und mich zu meiner eigenen Entscheidung inspiriert hat. Danke an der Stelle! 🙂

 

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tempranillo

Mann, war ich aufgeregt. Gerade war ich dabei, mit einem unserer Techniker die Lichttechnik für unseren Ostergarten telefonisch zu besprechen. Natürlich vom Handy aus – denn die Hauptleitung musste ja frei bleiben – für den potenziellen Anruf von Günter Jauch!!!

Es macht mir wirklich nur sehr wenig aus, vor mehreren 100 Menschen zu singen, zu predigen oder sonst was zu tun. Von daher dachte ich immer: Telefonjoker bei „Wer wird Millionär“ kann auch nicht soviel anders sein. IST ES ABER DOCH!!! Leute, war das Hammer.

Gerade eben noch über Ostergartentechnik nachdenkend klingelt die Hauptleitung. Du ich muss sofort auflegen – Display „Unbekannt“ – das MUSS ER SEIN! Und er war es. Blöderweise habe ich das iPhone nicht richtig ausgemacht – so hat mein Techniker das Folgende komplett über sein Telefon mitgehört! 😀

Icebreakermäßig – wie man ihn kennt – beginnt er mit seinem Satz: „Günter Jauch hier, guten Abend Herr Werries, haben Sie den Rotwein schon offen?“ – Ich: Nein, ich muss heute Abend doch noch klar denken können, Herr Jauch. – Günter: Welche Sorte haben Sie denn geöffnet, wenn sie sie denn öffnen? – Ich: Wenn, dann einen „Cuvee royale“ – das Weingut nenne ich jetzt lieber nicht… – Jauch: Doch, unbedingt! – Ich: Der Königswingert aus Guldental! – Herr Jauch: Was? (der Kandidat – mein Freund – erklärt es ihm den korrekten Namen) – Ich: Kö-nigs-wing-ert! – Er: Achso, Wingert – Weinberg – Ich: Genau, Königswingert aus Guldental – da wo Johann Lafer wohnt. – Günter: Ach, da wo Johann Lafer wohnt (Publikum lacht). Und ist der Wein gut gekühlt? – Ich: Nein, es ist doch ein Rotwein. – Jauch: Aaaarrrghh (Publikum lacht wieder, kurze Pause, und dann:) Herr Werries, wie steht es mit Ihren Kenntnissen in Renaissance, Mallorca, spanischem Rotwein? (Anm.: das dritte von den vieren habe ich vor Aufregung schon wieder vergessen) – Ich (höre mich etwas sagen wie): Naja… – Günter Jauch (sagt was, was ich auch vergessen habe, aber dann): Es geht um *hmmtata* EUR, hier kommt die Frage, sind sie bereit? – Ich (höre mich sagen): Ja!

Mein Freund, der Kandidat, stellt die Frage:

„Was ist Tempranillo?“

A) *hab ich leider vergessen* B) eine Stadt auf Mallorca

C) *hab ich leider auch schon vergessen* D) eine spanische Rebsorte

Dummerweise hatte ich D akustisch nicht richtig verstanden und musste nachfragen: „Bitte D nochmal“ – der Kandidat wiederholt es.

Was nun folgt, passiert in Sekundenbruchteilen: Ich grüble – kann A und B sofort ausschließen, bleiben C oder D – ach, ich bin ja so aufgeregt – im Hintergrund höre ich diese für WWM typischen Klänge, während die 15 Sekunden langsam schnell gegen mich laufen – ich muss mich entscheiden – aber wie – er ist mein Freund – bleibt er danach noch mein Freund – auch wenn ich jetzt was falsches antworte – ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung – das Adrenalin quillt mir aus allen Poren – der Herzschlag könnte nach 10 km Laufen nicht höher sein – was sage ich – Mann, Junge, *hmmtata* EUR – er ist mittendrin – usw. usw. usw. – und dann:

„Ich habe keine Ahnung, tippe aber auf C oder D!“

Stille – gar nichts passiert! Ich: „Viel Glück!“ Die Leitung bricht ab. Ende. Das Adrenalin ist nachhaltig hoch, der Blutdruck ebenfalls – ich muss unbedingt was tun. Blick auf’s iPhone: „Bist Du etwa noch dran?“ – Er hat alles mitgehört!! – Ich google „Tempranillo„, smse mit Jan, ruf ihn dann an und erzähle alles. Dann: Ich muss doch auch die Frau des Kandidaten anrufen – und es meiner eigenen erzählen – was für ein Abend. Ich habe mit Günter Jauch telefoniert.

Jetzt habe ich ein super Beispiel für meine nächste Predigt zum Thema „Weniges tun, das aber gut“… 😀

Und wer wissen will, wie alles begann, kann das sehr pointiert und mit Humor gewürzt bei Jan lesen. Es stimmt fast alles – das mit dem Brief von Endemol, dass ich eigentlich nix darf außer nach dem dritten Klingeln rangehen usw. … 🙂 Naja, jetzt warte ich natürlich auf das Ergebnis und hoffe inständig… Eins steht aber jetzt schon fest: Egal wie es ausgegangen ist – beim nächsten Treffen mit meinem Freund trinken wir ne Flasche besten Tempranillo.

In diesem Sinne: Zum Wohl!

Religion eines freikirchlichen Pastors

Wer in Deutschland seine Steuererklärung macht, muss u.a. auch die Religionszugehörigkeit angeben. Leider ist aber neben „Evangelisch“ und „Römisch-katholisch“ keine andere Religionsart vorgesehen, da alle anderen steuerrechtlich irrelevant sind. Das hat dann für freikirchliche Pastoren folgende Konsequenz:

Ich bin und bleibe dennoch ein Verfechter der konsequenten und 100%igen Trennung von Kirche und Staat und bekenne meine Zugehörigkeit zum Christentum:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erden,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.

Volltext hier.

Arbeitsmensch

Die Kirmes in Winzenheim ist nun endlich auch vorbei und alles im Dorf beginnt wieder seinen normalen Gang zu gehen. Erst gestern waren Marielle, Anneli und ich noch zusammen ein letztes Mal zum Karrussel- und Autoscooter-Fahren, was aufgrund der vielen gespendeten Freifahrten ein großer Spaß für die Kinder war.

Heute Morgen auf dem Weg zum Kindergarten stellten wir dann fest, dass die komplette Autoscooter-Anlage bereits abgebaut und wegtransportiert war. Dies veranlaßte Anneli zu folgendem Hinweis:

Anneli: „Gell, Papa, wenn Du ein Arbeitsmensch wärst, dann müßtest Du die ganze Nacht den Autoscooter abbauen helfen!“

Ich konnte mir zunächst ein inneres Grinsen nicht verkneifen, machte mir dann aber doch so meine Gedanken. Bin ich nun etwa kein „Arbeitsmensch“? Manchmal komme ich mir nicht nur als solcher, sondern als Workaholic vor – stolz macht mich das freilich nicht. Auch wenn ich keine Autoscooter auf- und abbauen muß und vermutlich nie werde, ich kam schlußendlich zu dem Ergebnis: Kindermund tut erfrischend Wahrheit kund. Deshalb: Ran an die Arbeit, oder wie immer man das bezeichnen kann, was ich so den lieben langen Tag tue… 🙂

Frauen sind einfach überall

Am vergangenen Sonntag war ich seit langer Zeit mal wieder in einer Pfingstgemeinde (im schönen Breisgau) und hörte eine Predigt – ich weiß leider nicht mehr worüber. Aber ein Satz bzw. eine Phrase hat sich dann doch eingeprägt. Der Pastor meinte:

„Frauen waren die letzten am Kreuz Jesu – Frauen waren die ersten am offenen Grab – Frauen sind einfach überall!“

Ich stimme meinem Kollegen darin zu, dass Frauen in der Bibel und gerade von Jesus eine enorme Aufwertung erfahren haben – berechtigterweise. Aber erstaunlich ist doch die Ableitung „Frauen sind einfach überall“ – ich mußte lachen. Und denken: Ja, das stimmt – diese Aussage kommt meiner eigenen erfahrbaren Lebenswirklichkeit recht nahe – und damit zurück zur Arbeit an der Nahe…

Kaum zu glauben: Barths KD kann doch weiterhelfen!

Im studiVZ gibt es eine Gruppe mit dem vielsagenden Namen „Karl Barth treibt uns in den Wahnsinn“. Und das stimmt ja auch: denn wer soll das alles eigentlich lesen?? Und wenn es nach mir geht, dann reicht es sowieso, wenn man ausführlich Schleiermacher studiert.

Nun hatte ich in den letzten Tagen so ein komisches „Kribbeln“ am Hinterkopf, das auf eine falsche Sitzhaltung am Arbeitsplatz zurückzuführen ist. Meine weise Frau hatte dann die rettende Idee: „Du mußt Deinen Bildschirm höherstellen.“ Nichts leicher als das: Band I,2 der KD von Barth – und alles ist wieder gut! 😉

Nun habe ich doch noch eine Möglichkeit gefunden, wie Barth mir weiterhilft! *lach*