Arbeitsmensch

Die Kirmes in Winzenheim ist nun endlich auch vorbei und alles im Dorf beginnt wieder seinen normalen Gang zu gehen. Erst gestern waren Marielle, Anneli und ich noch zusammen ein letztes Mal zum Karrussel- und Autoscooter-Fahren, was aufgrund der vielen gespendeten Freifahrten ein großer Spaß für die Kinder war.

Heute Morgen auf dem Weg zum Kindergarten stellten wir dann fest, dass die komplette Autoscooter-Anlage bereits abgebaut und wegtransportiert war. Dies veranlaßte Anneli zu folgendem Hinweis:

Anneli: „Gell, Papa, wenn Du ein Arbeitsmensch wärst, dann müßtest Du die ganze Nacht den Autoscooter abbauen helfen!“

Ich konnte mir zunächst ein inneres Grinsen nicht verkneifen, machte mir dann aber doch so meine Gedanken. Bin ich nun etwa kein „Arbeitsmensch“? Manchmal komme ich mir nicht nur als solcher, sondern als Workaholic vor – stolz macht mich das freilich nicht. Auch wenn ich keine Autoscooter auf- und abbauen muß und vermutlich nie werde, ich kam schlußendlich zu dem Ergebnis: Kindermund tut erfrischend Wahrheit kund. Deshalb: Ran an die Arbeit, oder wie immer man das bezeichnen kann, was ich so den lieben langen Tag tue… 🙂

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Spatzen

1. Die Spatzen kaufen niemals ein, sie haben auch kein Geld. Sie sammeln keinen Vorrat an, der sie am Leben hält. Gott sorgt für sie, kennt alle Spatzen in der Welt. Und alle zwitschern, wie er will und wie es ihm gefällt.

2. Die Blumen wachsen ganz allein, und immer sind sie schön und fein, sie brauchen keinen Schneider. Gott sorgt für sie, kennt alle Blumen in der Welt. Und alle blühen, wie er will und wie es ihm gefällt.

3. So viele Menschen sind bedrückt, vor lauter Angst und Sorgen. Sie freun sich nicht, sie lachen nicht, sie denken nur an morgen. Gott sorgt für sie, kennt alle Menschen in der Welt. Herr, hilf uns leben, wie du willst und wie es dir gefällt.

Text: Hein Meurer

Rechte: Christophorus-Verlag (Freiburg) und Ernst Kaufmann Verlag (Lahr)

Kindertheologie

Heute morgen beim Frühstück hat es mich als Pastor und Theologe mal wieder kalt erwischt:

Anneli: Papa, hat der Gott eigentlich auch Geburtstag?

Papa: Nein, der lebt doch unabhängig von Raum und Zeit…

Anneli: *schaut etwas nachdenklich aus der Wäsche – hat mein Geschwafel natürlich überhaupt nicht verstanden, das versteh ja ich kaum…*

Papa: Der hat das doch alles selbst geschaffen, deshalb hat er keinen Geburtstag *o.k., auch nicht viel besser…*

Anneli: Papa, wie kann der das denn alles schaffen?

Papa: *schwitz* – Das wüßte ich auch mal gerne…

Anneli: Gell, Papa, der Gott schafft immer noch *da haben wir’s mal wieder: ein Kind von 4 Jahren weiß, was die creatio continua ist!!*

Papa: *sehr erleichtert* – Genau so ist es, Schatz!

Anneli: Papa, wie sieht denn der Gott aus?

Papa: *schon wieder so ne Frage…* – Weiß ich ehrlich gesagt auch nicht *denke zwar an Jesus und Angesicht und imago Dei und so, aber würde das was helfen?*

Anneli: *scheint soweit zufrieden mit meinen Antworten – man hört sie später auf der Toilette laut den Song von Kallauch schmettern: „Ich bin von neuem geboren“*

Papa: *geht beruhigt seiner Arbeit nach*