Tübingen

Es war herrlich und leider viel zu kurz: Das Theologicum riecht wie eh und je – in der Cafete gibt es nach wie vor Kaffee mit Käselaugen – die Pizza in der Lustnauer Mühle bleibt dauerhaft fantastisch – und Metzingen mit meinem Lieblingsherrenbekleidungsgeschäft ist auch nur einen Katzensprung weit – echte Freunde kann man treffen – wenn sie zuhause sind… Tübingen war und ist immer wieder eine Reise wert. Und das Wichtigste des vergangenen Montags: Sie ist eingereicht!

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Gipfeltreffen

Die letzte Woche war für mich besonders von so mancher Sitzung und so manchem Treffen geprägt. Mal abgesehen davon, dass ich mir definitiv zuviele Termine eingeplant hatte – manche wurde mir aber auch vorgegeben -, handelte es sich immer um Treffen, die zwar nicht als Gipfeltreffen zu bezeichnen sind, die aber im weitesten Sinne immer irgendwie mit der Zukunft von uns Christen in Bad Kreuznach zu tun hatten.

Ob das die Auswertung der Allianzgebetswoche war, die ACK-Sitzung mit dem Besuch einer Abordnung der Neuapostolischen Kirche, ob es sich um ein Sondierungs- und Zukunftsplanungstreffen der Seelsorger unserer Gemeinde handelte oder z.B. um die Vorbereitung zum Kassenbericht 2008 und neuen Haushalt 2009, oder das Treffen zur Vorbereitung der Gemeindefreizeit – ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch all diese Treffen: Wie ernst nehmen wir unseren Glauben? Und: Wie können wir gemeinsam unseren Glauben leben, das Glaubensleben so gestalten, dass wir tiefer verwurzelt werden mit dem Wort Gottes, und dass sich dadurch auch nachhaltig am Bild unserer Gemeinde(n) etwas ändert?

Ich habe am Sonntag über das Gipfeltreffen gesprochen, das herkömmlicherweise unter der Überschrift „Verklärung Jesu“ bekannt ist. Ein Ziegenhirt (Mose), ein Prophet (Elia), ein Zimmermann (Jesus) und drei Fischer (Petrus, Johannes und Jakobus) treffen auf einem Berg – deshalb Gipfeltreffen – aufeinander und die drei erstgenannten kommen ins Gespräch. Verklärt ist Jesus, verändert – vom griech. Begriff an der Stelle leitet sich die uns bekannte Metamorphose ab. Veränderung als Metamorphose – in der Botanik wird eine Lebensform durch Metamorphose erwachsen, fortpflanzungsfähig. Was für ein tolles Bild für das Reich Gottes, in dem (nicht nur in diesem Jahr) NICHTS UNMÖGLICH ist.

Petrus würde aber nun lieber Hütten bauen und alles beim Alten lassen. Dazu neigen wir alle. Aber Jesus sagt: Steht auf und fürchtet euch nicht, als Gott seine SOhnschaft und Beauftragung nochmals bestätigt hatte – und dann? Sie gehen wieder ins Tal zurück – dahin, wo die Arbeit wartet. Wenn wir den Gottesdienst also als ein solches Gipfeltreffen ansehen – mit übrigens hochkarätiger Besetzung ansehen (da treffen sich ja auch Krankenschwestern, Industriekaufleute und eben der Zimmermann) – und wenn wir danach wieder ins Tal zurückgehen – dahin, wo die Arbeit wartet, dann sind wir Salz für die Erde und können nachhaltig dazu beitragen, dass das Reich Gottes sich ausbreitet.

Ich träume von einer Gemeinde, die diesen Traum nicht nur mitträumt, sondern mitgeht, mitgestaltet, mit dabei ist, wo Gott das Unmögliche möglich macht.

Träumen

Solange wir Träume haben, leben wir.
Solange wir leben, geben uns Träume Hoffnung.
Solange es Hoffnung gibt, haben wir keine Angst vor der Zukunft.
Die Zukunft liegt in unseren Händen.
Träumen wir sie nicht nur,
sondern leben wir sie.
Petra Heierhoff