Ostergarten Bad Kreuznach 2013

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Ostergarten Bad Kreuznach 2013

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Verwandtschaft

Am vergangenen Sonntag habe ich über Römer 8,12-17 gepredigt. Da steht in Vers 14: „Denn alle, die vom Geist Gottes bestimmt sind, die sind Gottes Kinder.“ Und etwas später wird betont, dass diese Kinder Gottes diesen Gott mit dem aramäischen Kosewort „Abba“ ansprechen – also so, wie meine Tochter „Papa“ zu mir sagt.

Verwandtschaft ist das leitende Thema dieser Passage. Verwandtschaft ist ein Thema, das uns alle angeht. Jeder von uns hat eine. Jeder von uns braucht den familiären Rückhalt. Jeder von uns hat aufgrund seiner eigenen Geschichte ein ganz bestimmtes Verständnis von Begriffen wie Verwandtschaft, Familie, Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Geschwister usw. Unsere eigene Beziehung zu unseren Vätern, das was wir mit ihnen erlebt haben, prägt auch unser Gottesbild. Und manch einer kann zu Gott gerade deshalb nicht (!) Vater sagen. Er sagt vielleicht „Herr“ oder sonst einen anderen Titel.

Verwandtschaft ist natürlich auch in der Kirche ein Thema: Vor allem in den Freikirchen aber auch in anderen Gemeinschaften sprechen sich die Gläubigen mit „Bruder“ und „Schwester“ an. Sie drücken dadurch aus: Wir gehören als Kinder alle zur Familie Gottes, sind Kinder Gottes, Jesus ist unser Bruder – und dadurch werden auch wir zu „Brüdern und Schwestern im Herrn“ (wie es so schön heißt. Dieses Verwandtschaftsverhältnis wird dann im Idealfall auch darin deutlich, dass wir „Gott änlich sehen“. Schon am Anfang der Bibel ist davon die Rede (vgl. Genesis 1,26+27). Unsere Ähnlichkeit mit Gott ist also von Schöpfung an in uns angelegt. Das Göttliche in uns, wird uns quasi bei der Schöpfung durch das Einhauchen des Odems Gottes mitgegeben und macht uns zuallererst zu einer lebendigen Seele.

Diese lebendigen Seelen erlebe ich in unseren Gemeinden und Kirchen leider nicht mehr in der Zahl, wie es auf der Mitgliederliste Namen gibt. Wenn ich damit umgehen muss, dass „meine Familie“ ein teilweise müde gewordener Kreis an aber hochbegabten und mit allen möglichen tollen Fähigkeiten ausgestatten Leuten ist, werde ich nachdenklich und ein wenig auch traurig über soviel brachliegendes „Kapital“. – Dem gegenüber steht ein Netzwerk aus Freunden, die mit Kirche recht wenig verbindet. Sie leben ihre Ideale in anderen Zusammenhängen aus und das ziemlich professionell, locker und ohne die mir aus kirchlichen Kreisen bekannten Streitereien und Diskussionen.

Meine Frage ist: Weshalb um alles in der Welt, soll ich sie mit der Familie Gottes bekannt machen? Ist es nicht eher so, dass die Familie Gottes (oder zumindest diejenigen, die sich dazu zählen – Stichwort: ecclesia visibilis/invisibilis) sich bei den anderen eine Menge an Scheiben abschneiden kann? Sollte ich sie deshalb miteinander in Kontakt bringen? Denn eins ist klar: Möchte ich meine „entkirchlichten“ Freunde mit Jesus bekannt machen, dann müsste ich sie in die Gemeinde mitbringen. Allerdings scheint mir gerade, dass der Verwandtschaftsgrad dieser meiner entkirchlichten Freunde mit Gott eher 1. Grades ist als bei so manchem Christenmenschen, den ich kenne…

Und dennoch: Genau mit denen, die Gott noch nicht so kennen, möchte ich am liebsten Gemeinde Gottes bauen, Familie Gottes leben – für eine bessere Gesellschaft, für relevante und hilfreichere Beziehungen. Ich träume den Traum weiter von einer Gemeinde, die sich als Familie Gottes versteht und gerade aufgrund ihres Verwandtschaftsgrades mit Gott genau das lebt, wozu sie von Anbeginn der Schöpfung durch unseren „Vater“ berufen und befähigt wurde.

Nix geht mehr

Nachdem wir mit der kompletten Familie nun durch die Grippe bei den Schwiegereltern darniederliegen, geht hier in diesem Jahr nix mehr… 😦

Von daher allen Lesern einen gesegneten Übergang ins neue Jahr 2010 mit einem hoffentlich besseren gesundheitlichen Zustand als demjenigen, den expetheo gerade erlebt.

Ein kleiner Jahresrückblick wird nachgereicht…

Herzlichst, expetheo

Da zieht’s einem die Schuhe aus…

Unter diesem Motto steigt am kommenden Wochenende unsere Gemeindefreizeit in Dorfweil mit etwas über 60 Teilnehmern (inkl. Kids).

Eine spannende Vorbereitungsphase liegt hinter uns, denn beim allerersten Treffen im Januar gingen wir noch von einem Termin im Februar aus – wurden also ins kalte Wasser des Vorbereitungsstresses mit kaum zu bewältigenden Aufgaben geschmissen. Dann die Erlösung: Zwischen Dorfweil und uns gab es Terminmißverständnisse und die Freizeit wurde auf Oktober verlegt. 🙂

Ein halbes Jahr guter Planungen und Ideen folgte und nun – soviel darf verraten werden – fahren wir am Freitag für zwei Nächte in den schönen Taunus, um uns mit Fragen nach unserer Berufung (da kenn ich mich ja hinreichend aus *g*) auseinanderzusetzen.

Die Woche ist kurz genug für solch ein Thema: Was sagt man? Ist dazu nicht irgendwie schon alles gesagt? Wie finden die Leute (auch ohne Gabentest) heraus, wozu Gott sie beruft? Und vor allem: Wie schaffen sie es, zu entdecken, dass JEDE und JEDER von uns eine Berufung Gottes in seinem Leben hat?

Fragen über Fragen: Da zieht’s einem die Schuhe aus… Große Presifrage: Was ist wohl die Textgrundlage? 😉

Ich freue mich auf ein paar schöne Tage in Taunus, bevor ich von dort für weitere schöne Tage gen Trarego reise. expetheo mal wieder ganz in seinem Element!

Arbeitsmensch

Die Kirmes in Winzenheim ist nun endlich auch vorbei und alles im Dorf beginnt wieder seinen normalen Gang zu gehen. Erst gestern waren Marielle, Anneli und ich noch zusammen ein letztes Mal zum Karrussel- und Autoscooter-Fahren, was aufgrund der vielen gespendeten Freifahrten ein großer Spaß für die Kinder war.

Heute Morgen auf dem Weg zum Kindergarten stellten wir dann fest, dass die komplette Autoscooter-Anlage bereits abgebaut und wegtransportiert war. Dies veranlaßte Anneli zu folgendem Hinweis:

Anneli: „Gell, Papa, wenn Du ein Arbeitsmensch wärst, dann müßtest Du die ganze Nacht den Autoscooter abbauen helfen!“

Ich konnte mir zunächst ein inneres Grinsen nicht verkneifen, machte mir dann aber doch so meine Gedanken. Bin ich nun etwa kein „Arbeitsmensch“? Manchmal komme ich mir nicht nur als solcher, sondern als Workaholic vor – stolz macht mich das freilich nicht. Auch wenn ich keine Autoscooter auf- und abbauen muß und vermutlich nie werde, ich kam schlußendlich zu dem Ergebnis: Kindermund tut erfrischend Wahrheit kund. Deshalb: Ran an die Arbeit, oder wie immer man das bezeichnen kann, was ich so den lieben langen Tag tue… 🙂

Papa allein zuhaus

Seit Freitagmorgen bin ich Strohwitwer, weil meine Allerliebste Gattin (ausgerechnet auch noch an unserem Hochzeitstag) zu einer Fortbildung mußte. – Die Kinder haben das bislang echt gut weggesteckt! Hätte ich ja, ehrlich gesagt, nicht gedacht! Wenn die Mama fehlt, das könnte ja auch ganz anders laufen – schlecht für den Papa meine ich – tat es bisher aber nicht.

Am Freitag war gleich mal der Kindergarten geschlossen. Programm: Auf dem Markt Obst, Gemüse und Brot gekauft. Anneli hat Kräuter befühlt und an ihren Händen dann deren Duft gerochen – toll, wenn man für sowas mal Zeit hat. Danach zu ihrer Freundin. Am Spätnachmittag das Fest in Annelis zukünftiger Grundschule (Anneli: „meine Schule“). Dort durchläuft sie den kompletten Parcour an Übungen und holt sich für alles als Beweis einen Stempel.

Samstag: Einkaufen, dann Anneli zur „Musikschule“, danach zu einer Freundin, dann das große Highlight des Tages: Kindernachmittag der „BK City Kids“, die für ihre WM-Las-Vegas-Pläne richtig was boten (Anneli war begeistert, Marielle teilweise auch – hat geklatscht und gewippt als wenn es kein Morgen gäbe – zumindest teilweise). Weil ähnlich wie bei „Ringschule wirtschaftet“ ein den Hallenboden schützender schwarzer PVC-Boden eingelegt worden war, auf dem Marielle krabbelnder Weise unterwegs war, schloß der Tag mit der Badwanne, Biene Maja, Sandmännchen – und für mich mit einem Bierchen und nem Döner.

Heute (Sonntag) begann bereits um 5:45 Uhr durch Marielle. Nach dem GoDi mit der Diakoniegemeinde heim, Essen, Pause – und dann der große Auftritt des Kindergartens beim Gemeindefest in Winzenheim. Wie immer war es eine Riesensache für die Kids und durch das Thema auch gleichzeitig eine Mini-Evangelisation. Wegen der Hitze anschließend: Planschbecken raus, Sandkasten auf – Kinder spielen lassen. Da konnte ich doch sogar noch die Wäsche zusammenlegen.

Morgen (Montag) geht dann wieder der ganz normale Alltag los (freier Montag eben 🙂 ): Kindi, Sport, Einkaufen…

Alleinerziehender Vater auf Zeit – das ist ein Projekt, das ich jedem Vater nur sehr empfehlen kann. Man wächst mit den Aufgaben und – wenn man sonst Vollzeit arbeitet – versteht so manche Erschöpfungssituation der eigenen Frau (die ja neben Kind und Haus auch noch arbeitet!) plötzlich viel besser.

Für mich steht fest: Das will ich wiederholen. Nächstes Fortbildungswochenende ist im September.

Kindertheologie

Heute morgen beim Frühstück hat es mich als Pastor und Theologe mal wieder kalt erwischt:

Anneli: Papa, hat der Gott eigentlich auch Geburtstag?

Papa: Nein, der lebt doch unabhängig von Raum und Zeit…

Anneli: *schaut etwas nachdenklich aus der Wäsche – hat mein Geschwafel natürlich überhaupt nicht verstanden, das versteh ja ich kaum…*

Papa: Der hat das doch alles selbst geschaffen, deshalb hat er keinen Geburtstag *o.k., auch nicht viel besser…*

Anneli: Papa, wie kann der das denn alles schaffen?

Papa: *schwitz* – Das wüßte ich auch mal gerne…

Anneli: Gell, Papa, der Gott schafft immer noch *da haben wir’s mal wieder: ein Kind von 4 Jahren weiß, was die creatio continua ist!!*

Papa: *sehr erleichtert* – Genau so ist es, Schatz!

Anneli: Papa, wie sieht denn der Gott aus?

Papa: *schon wieder so ne Frage…* – Weiß ich ehrlich gesagt auch nicht *denke zwar an Jesus und Angesicht und imago Dei und so, aber würde das was helfen?*

Anneli: *scheint soweit zufrieden mit meinen Antworten – man hört sie später auf der Toilette laut den Song von Kallauch schmettern: „Ich bin von neuem geboren“*

Papa: *geht beruhigt seiner Arbeit nach*

Marielle

Kaum zu glauben – Marielle wird heute 1 Jahr alt!!! Wie die Zeit vergeht. Hinter uns liegen 366 (!) Tage voller Glück, schlafloser Nächte (v.a. am Anfang – nach den Dreimonatscholiken wurde es wesentlich besser), Tage des Kennenlernens und Aneinandergewöhnens, spaßige Tage (Marielle liegt der Schalk im Nacken), weniger vergnügliche Tage (z.B. mit hohem Fieber).

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1 Tag alt

Ich erinnere mich noch gerne an den Tag der Geburt zurück, der einfach schön (nicht nur was das Wetter angeht) gewesen ist, sehr früh morgens losging und erst sehr spät in der Nacht aufhörte – aber das war egal. Denn wir durften doch das Wunder der Geburt schon ein zweites Mal miterleben (auch wenn dies zugestanden für Martina erstmal nicht viel mit wundervoll etc. zu tun hatte, versteht sich).

Am faszinierendsten ist es für mich heute, wie schnell man bei einem kleinen Menschlein feststellen und beobachten kann, wie sich ein enormer Lebenswille entwickelt, wie von Anfang an erlebbar ist, dass das Neugeborene einen eigenen Charakter hat – eine eigenständige Persönlichkeit ist, die unser Leben total bereichert. Man bekommt Feedback und merkt, wie der kleine Mensch scheinbar immer mehr zu begreifen, eine unglaubliche Begeisterung für alles Neue zu entwickeln scheint, neugierig und wißbegierig alles entdeckt, was es zu entdecken gibt. Unglaublich, was die Kleinen im ersten Lebensjahr alles lernen müssen – und wie rasant die Entwicklung in diesen ersten Monaten verläuft. Heute können wir gemeinsam viele Späße machen, Lachen, uns aneinander und miteinander freuen, gemeinsam essen, spielen, kuscheln und einfach sein. Das kommt teilweise auch noch viel zu selten vor. Aber wenn es vorkommt, ist es ein ausgesprochener Glücksmoment, den ich nicht missen möchte.

Happy birthday – Marielle Louise! 🙂

1. Geburtstag

1. Geburtstag

Schneegestöber

Heute haben wir einen Ausflug zur höchsten Erhebung von Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf, gemacht, um dort Schlitten zu fahren. Das war eine Supergaudi und hat den Mädels sichtlich Spaß gemacht! Die frische Luft, der Wind, der Schnee(-fall) und auch die Aufwärmpause mit heißem Kakao und selbst mitgebrachten Essereien haben sooooo gut getan.

Da macht es uns doch (fast) gar nichts mehr aus, dass morgen in Rheinland-Pfalz kein Feiertag ist. – Dabei hatten wir uns nach so vielen Jahren in Baden-Württemberg schon so an den Dreikönigstag gewöhnt…

Naja, egal – arbeiten wir halt bißle was… 😉

Adé 2008

Es ist kaum zu glauben, aber das Jahr 2008 ist schon wieder zu Ende – Zeit, um ein wenig Rückschau zu halten.

Es war ein spannendes und abwechslungsreiches, schönes und gutes, anstrengendes und belastendes, aber rückblickend ein Jahr, das für uns als Familie glücklich und zufrieden zu Ende geht.

Absoluter Höhepunkt war die Geburt von Marielle im Februar. Sie wird bald schon ein Jahr alt und ist ein stets gut gelauntes kleines Frauchen, das das Leben in vollen Zügen genießt, alles mitnimmt, was sie bekommen kann, die Welt mehr und mehr selbst zu entdecken beginnt und sich einfach toll entwickelt. Sie ist gesund und munter und es ist eine wahre Freude, dieses blühende Leben und Energiebündel genießen und begleiten zu dürfen.

Anneli hat eine rasante Entwicklung durchgemacht. Alles, was mit Kreativität, Aktivität, Musikalität zu tun hat, ist ihres. Mit ihrer ganzem Power bringt sich sich im Kindergarten ein, singt, malt, bastelt und sportelt gerne, und all das tut sie sehr gerne auch zuhause, in der Turnhalle, oder wo sie sonst gerade ist. Es macht Spaß zu erleben, wie man immer mehr mit ihr kommunizieren kann, wie sie Dinge und Zusammenhänge immer besser versteht und mit einer großen Aufgeschlossenheit und – sagen wir es ruhig und trotz ihres Alters – sozialen Kompetenz auch in der Lage ist, andere mit einzubinden in die Gemeinschaft. Sie entwickelt auch so etwas wie Führungsqualitäten… O.k., o.k., hier spricht der stark idealisierende Vater… 🙂

Martina und ich sind überglücklich miteinander. In diesem Jahr durften wir unser 15. Ehejubiläum feiern, und wir sind immer noch sehr sehr glücklich. Die Arbeit an der Beziehung hat sich gelohnt und lohnt sich immer noch. Das ist ein hohes Gut, das wir niemals aufgeben wollen – und es ist ein starkes Fundament, um sich den Herausforderungen, Bedrängnissen und Problemen des Lebens gemeinsam stellen zu können. Ohne dieses Fundament, das wir u.a. auch unseren Mentoren zu verdanken haben, die uns in dieses Leben, das wir führen, hineinbegleitet haben, könnten wir unser Leben nicht in der Weise gestalten, wie wir es tun.

Martina hat in diesem Jahr viel Gutes in ihrer Fortbildung zur kreativen Leibtherapeutin erreicht, erfahren und erlebt. Sie ist dadurch gewachsen und gereift und schon jetzt ein tolle Therapeutin. Entgegen kam ihr die Möglichkeit der Umzertifizierung – aus der Gestaltungssoziotherapeutin wurde so eine Kunsttherapeutin. Toll! – Auch als Mutter ist sie natürlich stark ausgelastet, ging teilweise bis an die Grenzen des physisch Machbaren. Es ist schön und erschwerend zugleich, das Leben als Familie mit Kleinkind – aber es ist auch beglückend.

Das Leben als Pastor in der Gemeinde war von vielen Aufs und Abs geprägt. Vieles war nötig an Gesprächen, Kommunikation gelang mal mehr, mal weniger, Prozesse wurden auf den Weg gebracht oder fortgesetzt, gestaltet. Insgesamt waren und sind wir dabei, in und mit der Gemeinde in einen Prozess einzusteigen, der unser Gemeindeleben nicht nur für uns selbst, sondern auch für Menschen in unserer Stadt, unserem Umfeld relevant macht. Dazu waren einzelne Stationen unseres Gemeindelebens wichtig, die dazu beigetragen haben, uns teils mit uns selbst zu beschäftigen, um uns dadurch über unsere Kernkompetenzen und das, was Gott von uns möchte, klar zu werden. Dazu waren und sind Stationen nötig, die uns nun immer mehr über den eigenen Tellerrand schauen lassen, zum Beispiel in unsere direkte Nachbarschaft – aber auch anderswohin. Hier bin ich noch sehr am lernen, wie das gehen kann, Reich Gottes zu bauen mit Menschen an einem ganz bestimmten Ort, mit meinen Möglichkeiten und Defiziten, mit den Möglichkeiten und Defiziten der anderen, und der wundervollen Möglichkeit gegenseitigen Ergänzens. Das Vikariat ist bald auch vorbei, eine gute Perspektive für das kommende Jahr. Auch Dive Deeper war eine Erfahrung dieses Jahres, die ich nicht missen möchte. In einem funktionierenden, hochmotivierten und begeisterungsfähigen Team einen solchen Kongress durchführen zu dürfen, war für mich gleichermaßen eine hohe Ehre wie ein Riesengeschenk, von dem ich auch geistlich immer noch für meinen Alltag profitiere. – Ich konnte in diesem Jahr auch „mein Projekt“ abschließen und hoffe nun auf einen Komplettabschluss in 2009. Außerdem habe ich mich wieder verstärkt meinen beiden Hobbies, dem Laufen und Kochen widmen dürfen – das bringt mir immer wieder die Möglichkeit, abzuschalten und mich mal mit ganz anderem zu beschäftigen.

Summa: Das Jahr geht gut und glücklich zu Ende. Was bleibt, sind die Fragen, wie 2009 wohl werden wird. Einiges ist schon jetzt klar – anderes muss geklärt werden – wieder anderes wird sich ergeben. Ich blicke dem neuen Jahr hoffnungsvoll entgegen. Und ich wünsche allen Lesern einen guten und gesegneten Übergang ins neue Jahr 2009.