„I have a Dream“

Die berühmte Rede des Baptistenpastors Martin Luther King wird heute 50 Jahre alt.

An Aktualität hat sie nichts verloren und ist nach wie vor eine der wichtigsten und inspirierendsten Reden der letzten Jahre.

Ein interessanter und lesenswerter Artikel dazu findet sich in der Onlineausgabe der Wochenzeitschrift DIE ZEIT.

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NUCLEO SOCIAL de Cotia

Timon hat ein tolles Video seiner aktuellen Wirkungsstätte eingestellt – Empfehlung: sehenswert!

„schlag die kellerkinder“

Man könnte auch sagen: „Ringschule wirtschaftet“ geht in eine neue Runde.

Nachdem es (aufgrund so mancher Umstände) etwas ruhig geworden war um die nachhaltige Sorge für das Wirtschaften mit dem erwirtschafteten Geld von „Ringschule wirtschaftet“, haben die Kellerkinder ihr neues Projekt initiiert: „Schlag die Kellerkinder“!

„Schlag den Raab“ dient als Vorbild und Ideengeber für das neue Konzept. Die Idee: Schülerklassen aus dem gesamten Landkreis Bad Kreuznach können sich bewerben (via Bewerbungsvideo bei YouTube), die fünf besten treten in einer Show am 10. September 2011 in der Konrad-Frey-Halle gegen die Kellerkinder an. Der Siegerklasse winkt als Preis eine Reise nach Berlin für die ganze Klasse! Aber natürlich nur, wenn sie die Kellerkinder auch wirklich besiegen – was zugegebenermaßen nicht ganz einfach sein wird.

Soviel zum Spaßfaktor. Ein soziales Projekt verbirgt sich dahinter. Denn sonst wäre es keine typische „Kellerkinder-Aktion“. Vorbereitet, organisiert und durchgeführt wird das gesamte Projekt von den Schülerinnen und Schülern der Ringschule. Schaltzentrale für alles ist eine eigens dazu gebildete Schülerfirma, die die Aufgabe hat, mit dem bei „Ringschule wirtschaftet“ erwirtschafteten Geld zu arbeiten. Sie hat Kontakt in alle für das Projekt wichtigen Bereiche, bei ihr laufen die Fäden zusammen, sie delegiert Aufgaben, organisiert und supervidiert ALLES! Der Erlös des Projektes wird dann wieder der Ringschule zugeführt.

Ein kleiner Einblick ist auch schon möglich: Schlag die Kellerkinder

meet’n’greet

Der Stadtteil, zu dem auch meine Gemeinde gehört, wird aus Sicht der Verantwortlichen der politischen Stadt, ihren sozialen Trägern und den Verantwortlichen dort als „Soziale Stadt I“ bezeichnet. Vor kurzem hat sich dazu ein Netzwerk mit demselben Namen gegründet. In ihm sind alle möglichen Institutionen vernetzt, die in unserem Stadtteil Jugendarbeit anbieten (Politik, städtische Einrichtungen, Kirchen, Wirtschaftsvertreter).

Ziel soll sein, den Jugendlichen unseres Stadtteils die Möglichkeit zu geben, alle Angebote kennenzulernen – und (bei Interesse) auch zu nutzen.

Ziel soll auch sein, dass Jugendliche sich in ihrem Stadtteil kennenlernen und so selber zu einem Netzwerk werden, das sich durch Freundschaft, Verlässlichkeit, gegenseitige Hilfsbereitschaft auszeichnen kann.

Im Advent gibt es ein erstes Pilotprojekt, zu dem an drei Tagen Jugendliche eingeladen sind, sich näher kennenzulernen. Ein kleiner Mini-Weihnachtsmarkt auf dem Gelände einer Grundschule.

Ich liebe es, wenn sich die Menschen zum Wohle der Stadt vernetzen – das ist gesellschaftsrelevant und wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern, und zwar zum Positiven hin. Dabei sein!

Mit der Welt für die Welt

Am vergangenen Samstag durfte ich im Rahmen der Landesverbandsratstagung des baptistischen Landesverbands Baden-Württemberg einen kleinen Workshop leiten zum Thema „Wie geht das – mit der Welt für die Welt“? Im Grunde war es nichts weiter als eine Nachlese meiner Erkenntnisse aus dem Projekt „Ringschule wirtschaftet“ im letzten Sommer. Dort hatte ich gelernt, dass man sich als Kirche auch dann gesellschaftsrelevant und im tiefsten Sinne missionarisch verhalten kann, wenn man verstanden hat, was die Bedeutung unseres Salz-und-Licht-Seins als Christen wirklich meint. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Gott sich eine unerträgliche Salzlake wünscht, die wenig attraktiv ist – gleichwohl möchte Gott natürlich, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Salz und Licht in und für unsere Gesellschaft zu sein, kann aber eben auch so aussehen, dass sich die Kirche im Miteinander der einzelnen Gesellschaftsfeldern an Aktionen wie etwa „Ringschule wirtschaftet“ beteiligt und dadurch Menschen Hoffnung schenkt, Perspektive vermittelt und ihnen wertschätzend Würde verleiht.

Im Workshop habe ich u.a. dargestellt, dass Gemeinden um die 100-Mitglieder-Marke teilweise gar nicht anders können als „mit der Welt für die Welt“ etwas zu tun – denn oftmals fehlen gerade kleinen Gemeinden ja die Man- und Woman-Power, größere Projekte zu verwirklichen – an Ideen freilich nicht! Und das ist gut so! Denn so sind sie genötigt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und sich mit Leuten zu vernetzen, die dabei helfen können, die Ideen mit umzusetzen und eben nicht nur Idee bleiben lassen zu müssen.

Wer weiß: Vielleicht beginnen unsere Gemeinde dann ja auch irgendwann damit, numerisch zu wachsen. Allerdings ist bereits der qualitative Wachstumsschritt ein riesen Fortschritt. Am Ende waren von uns 100 Leutlen 40 an „Ringschule wirtschaftet“ beteiligt (ehrenamtlich oder als Gäste). Das macht Mut, auch die nächsten Projekte trotz eingeschränkter Möglichkeiten anzugehen – denn so eingschränkt sind die Möglichkeiten (wie sich zeigt) ja garnicht. 🙂

Kein Alkohol

Seit einigen Monaten schon ist u.a. auch meine Gemeinde an einer Initiative in Bad Kreuznach beteiligt, die sich um das „Problem“ des überdimensionierten Alkoholgenusses und dessen Folgen für die Gesellschaft verursacht durch bis zu 200 Jugendliche kümmert. Allwöchentlich – und nicht nur in der milden bis warmen Jahreszeit – treffen sich Jugendliche am sogenannten „REWE-Treff“ in Bad Kreuznach (Nähe kreuznacher diakonie, Lina-Hilger-Gymnasium) und sorgen leider in dann zu fortgeschrittener Zeit alkoholisiertem Zustand dafür, dass beispielsweise Rollifahrer aufgrund von Scherben nicht mehr ungehindert zum Supermarkt kommen.

Dieses Problems und seiner Lösung hat sich wie gesagt eine Initiative bestehend aus Vertretern ganz unterschiedlicher Institutionen unserer Stadt (kreuznacher diakonie, Lina-Hilger-Gymnasium, Polizei, Ordnungsamt,  Stadtjugendförderung, Jugendamt, Baptistengemeinde, Kreuznacher Alternative Jugend e.V., Anwohnerschaft) angenommen. Dabei wurde nicht nur der Alkoholkonsum als Problem festgestellt und diskutiert, sondern auch die – zumindest für manche Jugendliche geltende und – aus diesem Verhalten ablesbare soziale Not. Gleichwohl wurden dennoch auch Möglichkeiten diskutiert, den Alkoholkonsum etwa seitens der Stadt in gewissen Zeiträumen und an öffentlichen Plätzen einzuschränken oder ganz zu verhindern.

Einen bedeutsamen Schritt in diese Richtung geht seit heute die Stadt Stuttgart (wir Schwaben sind eben fortschrittlich 🙂 ), wie heute online bei http://www.swr.de zu lesen ist:

Kein Alkoholverkauf mehr in der Nacht

Ab heute gilt in Baden-Württemberg ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot. An Tankstellen, Kiosken und in Supermärkten darf kein Alkohol mehr verkauft werden. Die Regelung ist bundesweit einzigartig und soll Saufgelage von Jugendlichen verhindern.

Der ganze Artikel hier.

WACHSEN – im Glauben, Lieben und Leiten

Es war einer der besten Kongresse, auf denen ich je gewesen bin – wenn nicht sogar der besten Willow Creek-Kongress überhaupt (natürlich abgesehen vom Leadership Summit bei Willow Creek in Chicago 1999 🙂 )

„Wachsen – im Glauben, Lieben und Leiten“ – der Titel war Programm. In jeder der einzelnen Sessions bot sich die Möglichkeit, das eigene „Wachsen“ zu befördern, sich motivieren zu lassen und auf dem Weg hin zu einem christuszentrierten, das heißt (kurz:) mündigen Christen, der das Vorbild Christi versucht nachzuahmen, einen Schritt vorwärts zu kommen.

Als guter Baptist und alter GJW-Hase muss ich gestehen, waren einzelne Inhalte nicht gerade neu für mich: Zum Beispiel gerade der Aspekt der „Christuszentriertheit“, den das „up to you“-Konzept des GJW schon seit langem kennt. Und auch die von Dr. Larry Crabb aufgezeigten Aspekte unseres menschlichen Daseins, die sich unter der Oberfläche abspielen und doch so viel mit dem zu tun haben, was wir an und über der Oberfläche tun, sind für einen Studierenden bei Olaf Kormannshaus alles andere als neu… 😉

ABER: Insgesamt hat der Kongress gehalten, was er versprach: Es waren inspirierende Stunden, die ermutigt haben, in der Kirche mit dafür zu arbeiten, dass die frohe Botschaft von der Hoffnung der Welt sich weiter ausbreitet. Dabei wurden zum einen Vorträge gehalten, die ganz existenziell mit mir selbst zu tun hatten (John Ortberg, Bill Hybels, Dr. Larry Crabb); da wurden aber auch Beispiele genannt, wie Christen sozialer Armut begegnen, wo Gemeinden die Armut in ihrerm Umfeld bekämpfen und Menschen eine neue Heimat und hilfreiche, konstruktive Gemeinschaft vorfinden.

Ganz besonders beeindruckend: Die Arbeit von Kiva, einer Institution für Mikrofinanzierung, um Armen Kleinstkredite zu gewähren, damit sie aus eigener Kraft einen Weg aus der Armut finden.

Inspirierend aber auch der Vortrag von Pastor Craig Groeschel „Das gewisse Etwas erreichen und behalten“. „Wenn Du Menschen erreichen willst, die sonst niemand erreicht, mußt Du Dinge tun, die sonst keiner tut.“ Sehr herausfordernd war das, sich selbst diese Frage zu stellen, ob man selbst und seine Gemeinde das „gewisse Etwas“ hat.

Spannend, erfrischend und nachdenklich zugleich der Beitrag von Prof. Dr. Johannes Reimer über die soziale Verantwortung der Gemeinde, und wie sie durch deren Wahrung zu Wachstum gelangt. Reimer machte die Notwendigkeit einer engen Vernetzung von Kirche mit ihrer Stadt/Gesellschaft deutlich, um als Kirche sozial relevant für die Gesellschaft zu sein und so Wachstum zu ermöglichen.

Enttäuschend allerdings der Vortrag „Sicher sicher führen lernen“ von Prof. Dr. F. Malik, welchem entweder nicht bewußt war, wo er sich befand, oder der einfach nur schlecht vorbereitet war. Von einem Mann dieses Formats erwartet und erhofft man mehr. So bekam man einen Abriss seiner Lehre präsentiert verbunden mit dem Hinweis und der Bitte um Verständnis, dass in so kurzer Zeit zum Thema nicht alles gesagt werden könne, weshalb nun alle über 8000 Teilnehmer einen Login auf der Homepage von Prof. Malik erhielten – zum Download detaillierter Informationen zum Thema…

Malik betonte übrigens die Bedeutung des World Economic Forum, das zeitgleich in Davos begann. Bill Hybels kommentierte dies gegen Ende der Konferenz in Karlsruhe als bei weitem weniger effektiv und relevant denn das Treffen der Kirchenleitenden in Karlsruhe.

Fazit: Für mich gab der Kongress vor allem eines: Motivationsschub für die Gemeindearbeit vor Ort. Dass dabei die Arbeit an einem selbst niemals aufhören darf, versteht sich von selbst. Es war aber gut, dass dies – endlich auch bei Willow – gesagt wurde.

Ringschule „wirtschaftet“

Mal wieder ein toller Artikel nach unserem Interview in der Neuen Bad Kreuznacher Zeitung (S. 8 der Ausgabe, S. 5 der pdf-Datei 🙂 ):

http://neue-kreuznacher-zeitung.de/files/webausgabekw2809.pdf

Impressionen von „Ringschule wirtschaftet“

Es war ein gigantischer Abend mit einer undwahrscheinlich positiven Resonanz. Die Leute waren begeistert! Die ganze Arbeit hat sich mehr als gelohnt – das war am allerdeutlichsten in den Augen der Ringschüler abzulesen. Die hab ich nicht fotografiert. 🙂 Deshalb hier einige weitere Eindrücke vom Abend.