ostergarten bad kreuznach eröffnet

Mit ca. 170 Gottesdienstbesuchern und einem inspirierenden, Gefühle ansprechenden und überraschenden Gottesdienst wurde unser Ostergarten am 13. März 2011 eröffnet.

Es war ein tolles Erlebnis – alle die vielen Menschen – das abwechslungsreiche Programm (besonders beeindruckend das Hosianna der Kinder – ebenso wie die fulminante Leistung der Band!! 🙂 ) – zwei Moderatorinnen, die mit ihrer positiven Art gekonnt und einfühlsam durch den Gottesdienst – und als Überraschung der Auftritt eines Kirchenclowns, der viele Menschen berührte und zum Nachdenken animierte.

Die Vielgestaltigkeit des Festes, das Grund für den Einzug Jesu in Jerusalem war, und zu dem viele Juden sich jährlich auf Pilgerschaft in die Heilige Stadt aufmachten, wurde hier offensichtlich und verständlich. Bedeutungsvoll auch der Aufstieg und Einzug Jesu Christi deutlich. Was daran ist eigentlich ein Triumphzug – welche Triumphe feiern wir in unserem eigenen Leben? Aber auch die andere Seite: Jesus „reitet sich da gewaltig in etwas rein“. In welche Situationen reiten wir uns eigentlich rein – und denken vielleicht noch, dass das Triumphe sind? Und wie kommen wir wieder heraus? Auch wurde durch den Auftritt des Kirchenclowns sehr anschaulich, dass Jesus wirklich für alle gekommen ist, um ihnen die Liebe Gottes vor Augen zu stellen. Es sei unerheblich für Gott, wie unsere Nase aussieht, wichtig ist das Herz.

Ein persönliches Zeugnis von Martina Werries rundete die Predigt ab. Gerade die kleinen Dinge unseres Lebens sind es, die uns zu Triumpherfahrungen führen – wenn beispielsweise unsere Kinder einen nächsten Schritt gehen.

Ein Gottesdienst, der Lust auf mehr gemacht hat – und nun sind wir mitten drin im „Ostergarten-Fieber“ – die Menschen kommen zu den Führungen und gehen verändert wieder nach Hause!

 

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kirche 21??

In meinem Netzwerk gibt es einen Kollegen, der steif und fest behauptet (übrigens auch öffentlich), dass es die Kirche (zumindest den deutschen Baptismus) in spätestens 100 Jahren nicht mehr geben wird. So langsam merke ich, dass ich seine Ansichten beginne zu teilen.

Gestern habe ich meine Predigt über Offenbarung 21,1-7 konzipiert. Das neue Jerusalem kommt herrschaftlich und in der Beschreibung einer Braut entsprechend auf die Erde hinunter – und Tränen usw. sollen dann nicht mehr sein. Ich versuche morgen den gedanklichen Spagat, in diesem Geschehen eine präsentische Eschatologie zu erkennen – soll heißen: Da, wo die Kirche auch heute schon Hoffnung für die Welt ist, weil sie kapiert hat, wozu sie von der Idee ihres Ideengebers her da ist, passiert genau dieses Geschehen, das die Offenbarung beschreibt, schon jetzt, im 21. Jahrhundert. Kirche 21 eben.

ABER: Mein eigenes Erleben ist leider weit davon entfernt, frustriert mich streckenweise, lässt mir noch so manche Träne ins Auge fließen (letzteres nicht ganz so oft, aber das ist eine andere Geschichte).

Wir lesen Bücher von Rob Bell, John Ortberg und Co. Wir fahren auf Konferenzen, wo diese geistreichen Redner unserer Zeit Vorträge halten und uns für Gemeindearbeit motivieren und ermutigen. – Und zuhause? Da erleben wir dann, dass die Leute sich am liebsten treffen wollen, um gemütlich Kaffee zu trinken. Sie wollen eingeladen sein. Sie wollen natürlich auch Gemeinde bauen – klar, was soll man bei Suggestivfragen in diese Richtung auch anderes antworten. Aber die Konsequenzen bleiben aus. Und dann findet man sich als begeisterter „Kirchenbauer“ plötzlich inmitten von Ruinen. So ähnlich muss sich Tom Builder in „Die Säulen der Erde“ vorgekommen sein, als er das erste Mal nach Kingsbridge kam… Da tut sich eine Baustelle auf, und es ist gerade kein anderer zu finden als der Pastor; dort formiert sich ein neues Problem, und wer soll es angehen, wenn nicht derjenige, der für so etwas bezahlt wird; drüben ist noch eine Gruppe zu leiten; in jenem Netzwerk sich zu vernetzen ist wichtig und gesellschaftsrelevant – zumindest für den Pastor. Und vor lauter „lass mi au no mit“ (wie der Schwabe sagen würde) merken wir gar nicht, dass wir komplett am Ziel vorbei arbeiten.

Mein Eindruck: Das, was ich bei Leuten wie Rob Bell lese, ist zutiefst wahr. Jesus will tatsächlich die Christen retten. Aus ihrem lethargischen Phlegmatismus, aus ihrer überhöhten und unausgesprochenen Erwartungshaltung anderen gegenüber, aus ihrer Konsumhaltung, aus so vielem…

Wo geht die Kirche 21 hin? Hat mein Kollege aus meinem Netzwerk womöglich Recht? Ich hoffe nach wie vor, dass es nicht soweit kommen muss. Es dauert aber sicherlich noch eine ganze Weile, bis das neue Jerusalem wie eine Braut zu uns auf die Erde kommt. Tom Builder hat es trotz aller möglichen Unwägbarkeiten geschafft, aus einer ruinierten Kirche eine Kathedrale zu bauen. Ich nehme mir ihn zum Vorbild…

reichtum 21

Heute ist Erntedanktag.

Ich liebe diesen Tag im Kirchenjahr besonders. Schon als Kind habe ich mich darauf gefreut: Weil wir Kinder uns nach dem Gottesdienst immer an den Früchten am Erntedanktisch bedient haben. Die frischen Trauben, eine Banane – alles geschenkt! 🙂

Der Erntedanktag zeigt uns auch unseren Reichtum. Im 21. Jahrhundert geht es immer mehr darum, dass die Menschheit in Versorgungsengpässe gerät. Gut, das erleben wir in Europa vielleicht nicht so sehr. Zumindest diejenigen unter uns nicht, die (noch) nicht von Hartz IV betroffen sind. In dieser Woche gab es in unserer Stadt eine ACK-Veranstaltung mit dem Titel „Kennt ihr die Armen eurer Stadt?“. Das war herausfordernd und beschämend zugleich: Auch in meiner Stadt gibt es Arme, die sich kaum die Butter auf dem Brot leisten können. WARUM lasse ich das zu?

Und dann Erntedank: Das Fest, das vom Dank an Gott für seine gute Gabe (auf den Feldern) geprägt sein soll. Eine Versorgung, die allen gilt, weil vor Gott alle gleich sind. Eine Versorgung, die allen zugetan werden soll – zumindest dachte Gott sich das so…

Wir sind reich – steinreich – und wir könnten mit unserem Reichtum die Welt versorgen. KEINER müsste hungern. KEINER müsste isoliert um seine Existenz kämpfen. „Reichtum 21“ sieht so aus, dass alle alles miteinander teilen, und dass daraus Segen für alle entsteht.

Während sich in Stuttgart die Mächtigen und Gewalten wegen Stuttgart 21 die Köpfe einschlagen, ein Milliardenprojekt, müssen in der gleichen Stadt Menschen hoffen, dass sie ein Dach über dem Kopf haben für die nächste Nacht, dass sie etwas zum Essen bekommen am nächsten Tag usw.

Reichtum 21 heißt für mich: Ich lasse mich von Gott verwandeln zu einer „guten Gabe“ für eine bessere Welt. Ich lasse mich gebrauchen als gute Gabe, damit alle gleich viel zur Verfügung haben. Ich werde als Teil der Kirche zur lebendigen Eucharistie und sorge mit der Gemeinschaft dafür, dass denjenigen Recht widerfährt, die entrechtet ist. Ich lasse aus mir Segen fließen, damit ein Stück des Reichtums wieder an Gott zurück kommt. Denn eins ist auch klar: Reichtum 21, das gäbe es nicht, wenn Gott nicht wär. Denn aller Reichtum kommt von Gott.

Erntedanktag, 20 Jahre Deutsche Einheit – lies mal unter diesem Gesichtspunkt Epheser 2,17-18.

Gott auf der Suche nach uns

Am Sonntag werde ich (im Rahmen von Erntedank und GU-Abschluss) über Glaube und Taufe predigen. Was macht unseren Glauben eigentlich aus? Worauf ist er ausgerichtet? Dabei ist mir aufgefallen, wie inhaltlich nah doch der Song von Marit Larsen an dieser Suche Gottes nach uns, seinen Geliebten, dran ist. Am Schluss heißt es: „Come back! Now! Please! I love you!“ Das könnte Gott auf der Suche nach uns zu jedem sagen.

Eine Übersetzung des Songs findet sich hier.

Spatzen

1. Die Spatzen kaufen niemals ein, sie haben auch kein Geld. Sie sammeln keinen Vorrat an, der sie am Leben hält. Gott sorgt für sie, kennt alle Spatzen in der Welt. Und alle zwitschern, wie er will und wie es ihm gefällt.

2. Die Blumen wachsen ganz allein, und immer sind sie schön und fein, sie brauchen keinen Schneider. Gott sorgt für sie, kennt alle Blumen in der Welt. Und alle blühen, wie er will und wie es ihm gefällt.

3. So viele Menschen sind bedrückt, vor lauter Angst und Sorgen. Sie freun sich nicht, sie lachen nicht, sie denken nur an morgen. Gott sorgt für sie, kennt alle Menschen in der Welt. Herr, hilf uns leben, wie du willst und wie es dir gefällt.

Text: Hein Meurer

Rechte: Christophorus-Verlag (Freiburg) und Ernst Kaufmann Verlag (Lahr)

Auferstehung und Leben

Der letzte Gottesdienst unserer Gottesdienstreihe über die sieben Ich-bin-Worte des Johannesevangeliums steht kurz bevor. Diesmal dreht sich alles um die Aussage Jesu: Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Schon krass, was Jesus Maria und Marta hier wieder zumutet. Immerhin steht das Ich-bin-Wort inmitten der Erzählung vom Tod des von Jesus geliebten Freundes Lazarus, und Jesus bleibt erstmal noch zwei Tage da, wo er ist, als er die Nachricht erfährt. Aber vermutlich war das alles Absicht, weil Jesus durch sein Handeln schließlich Gott, den Vater verherrlichen wollte.

Tod und Auferstehung liegen eng beieinander. Und die Auferstehung ist im Grunde das Ziel allen Lebens – des Lebens Jesu zuallererst, aber auch unseres Lebens. Zwar findet sich das Ich-bin-Wort so zentral im Johannesevangelium, dass es zentraler kaum geht, und dennoch ist bei der Summierung aller anderen deutlich erkennbar, dass es bei Johannes immer um diese Frage nach dem Leben geht.

Ihr sucht das Leben? Bei MIR – bei JESUS – habt ihr es. Und damit bekommt dieses Leben eine doppelte Pointe: Einmal handelt es sich ganz klar um das Ewige Leben, das denen zugesprochen wird, die an Jesus glauben. Zum anderen aber handelt es sich – nun davon ausgehend – um das im Hier und Jetzt gelebte Leben von uns, das sich hoffentlich durch die Glaubensgewißheit affiziert zu einem Leben entwickelt, das demjenigen Lebensstil Jesu immer ähnlicher wird.

Interessant, bei diesen Gedanken die aktuelle Situation unserer Gemeinde mitzuerleben. Einige Jugendliche (o.k., teilweise sind es bis zu 30) sorgen auf unserem Gemeindegelände immer stärker für Unruhe, Müll und Zerstörung. Wie gehen wir damit um? Nun, die Ansätze sind konträrer, als man es sich wünschen mag: Die einen wollen einen Bauzaun errichten. Die anderen wollen sich mit den Leuten zusammensetzen und ihnen näher kommen, um sie und ihre Lebenssituation zu verstehen und vielleicht sogar zu helfen. Und zwischen beiden Seiten entbrennt just in dieser Zeit ein heftiger Streit.

Am Kreuz scheiden sich die Geister. Und ich frage am Ende rhetorisch: What would Jesus do? 😉

Ich empfehle mich und bleibe, dem Vorbild Jesu entsprechend, nun auch erstmal da, wo ich die nächsten Tage bin: In Italien.

Weinstock

Heute habe ich die Predigt über den Weinstock geschrieben. Das ist vielleicht das interessanteste Bild, weil am „Nahe“-liegendsten, wohnen wir doch hier inmitten eines großen und schönen Weinanbaugebietes, dem der Fluss seinen Namen gibt. „Nahewein – ein Edelstein“, heißt es so schön – und tatsächlich, die Weißweine aus dieser Region sind wirklich von hoher Qualität, und auch so mancher Rotwein kann sich sehen lassen.

WeinrebeIch muss an Dionysos denken, der Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase, gegen den und den Kult um ihn sich vielleicht auch Johannes mit seiner Rede von Christus als dem wahren (man könnte auch sagen: zuverlässigen) Weinstock wendet.

Es ist spannend, sich zu überlegen, wie aufwändig die Arbeit eines Winzers ist – wie aufwändig der Job Gottes, der laut Jesus ja der Winzer ist, sein muss, wenn wir uns klar machen, dass die Arbeit am Weinstock (= Jesus – nur nochmal so als Erinnerung 🙂 ) und seinen Reben (= uns) so mühsam ist. Nicht nur die Arbeit an den Reben – auch die am Weinstock selbst war ja – erinnert man sich etwa an den Philipperhymnus sowie an Texte bei Jesaja, die gerne an Karfreitag gelesen werden – ein knochenharter Job für Gott. Immerhin mußte er seinen einzigen Sohn hingeben – wenn das nicht Stress für einen Vater bedeutet. – Aber auch die Arbeit an den Reben ist mit viel Schweiß verbunden… Wahrlich, wahrlich…

Am Ende wird deutlich, dass unsere eigene Antwort auf unser „Bleiben in Jesus“ zum Dreh- und Angelpunkt wird für die Frage, ob unser Leben nun gelingend ist oder nicht. Hängen wir am Lebenssaftstrom des Weinstocks und Lebensbaums Christus, oder hängen wir woanders herum, ja, hängen wir überhaupt irgendwo, oder sind wir bereits ausgebrannt usw.? Der Strom des Lebens kann uns nur erreichen, wenn wir am wahren, echten, zuverlässigsten Weinstock, den der Weinberg zu bieten hat, hängen. Erst und nur dann, wird unser Leben im wahrsten Sinne des Wortes ertragreich – für uns selbst und für unsere Umwelt.

Letztlich ist es die Liebe, die alles zusammenhält. In der alttestamentlichen Poesie ist das Bild vom Weinberg und seinem Besitzer ein Bild für eine Liebesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk. Gott, der Geliebte seiner Geliebten, des Volkes Israel. Gott also neutestamentlich der Geliebte seiner Geliebten, der Kirche Jesu Christi, die am Weinstock hängt. Liebe durchfließt dann jede Rebe, jeden Zweig und vervielfacht sich durch die Früchte, die in sich den süß schmeckenden Lebenssaft einerseits, und auch durch die Samen die Möglichkeit zur Fortpflanzung andererseits in sich tragen.

Ach, wie schön sind solche Bilder. – Wir werden natürlich wieder mit echten Weinstöcken arbeiten, auch mit vertrockneten, ich suche noch nach einem Winzer (bisher von allen eine Absage! 😦 ), der Lust und Zeit hat, sich von mir interviewen lassen würde (ist da draußen einer, der dies zufällig liest und es machen würde?). Und passend zum Thema werden wir natürlich traditionell am ersten Sonntag im Monat auch das Abendmahl feiern. Ich freu mich drauf.

Guter Hirte

In dieser Woche liegt der Fokus unserer Predigtreihe auf dem Bild vom Guten Hirten. Man könnte natürlich viel dazu machen und Johannes 10 ist ja nun wirklich kein kurzes Kapitel. Da reicht eine Predigt eigentlich gar nicht. Und trotzdem: Dieses Bild fasziniert mich immer wieder und begleitet mich bereits mein ganzes Leben hindurch. Da gibt es Psalm 23 (den sollte jeder auswendig können, finde ich! 🙂 ) – aber auch viele andere Ideen und Impressionen. Zum Beispiel das Gleichnis vom verlorenen Schaf, bei dem sich der Hirte freut, sein Schaf wieder gefunden zu haben.

Guter-Hirte

Also, ich denke, es wird wieder um die Frage gehen, wer Jesus für uns ist, wenn wir ihn in seiner Selbstbeschreibung als Gutem Hirten betrachten. Dabei wendet sich der Blick wieder auf beide Aspekte: Einmal die Frage nach der Ewigkeit – das steckt letztlich in dem Kennen der Stimme des Hirten und damit dem Kennen Gottes als Vater (vgl. dazu auch wieder Joh 14,6 – niemand kann Gott als Vater erkennen, als allein derjenige, der an Christus glaubt) – und zum anderen die Frage nach der Verlorenheit der Schafe und der Tatsache, dass der Hirte sie sucht – und davon ausgehend dann seine Gemeinde und Kirche.

Ich bin gespannt, was die Woche an Ideen, kreativen Gedanken und Elementen im Gottesdienst bringen wird. Der Tür-Gottesdienst war jedenfalls schon sehr dicht und intensiv und (!) gut besucht! Das hat mich sehr gefreut. Die Betroffenheit der Botschaft Jesu war sehr stark spürbar. Ich hoffe, dass wir uns auch von dem Guten Hirten wieder inspirieren und zum Nachdenken anregen lassen.

Tür

Im Rahmen unserer Predigtreihe sind diese und die nächste Woche zwei Ich-bin-Worte aus ein und demselben Kapitel dran: „Ich bin die Tür“ und „Ich bin der Gute Hirte“ (beides zu finden in Johannes 10). Das heißt natürlich schonmal, dass beide Themen inhaltlich auch zusammengehören, wenn sie von uns auch in zwei Gottesdiensten auf unterschiedliche Weise angeschaut werden.

Im Rahmen der Tür – oder sollte ich besser sagen: im „Tür-Rahmen“ stehen wir am Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes. Vor dem Kreuz auf unserem Podium ist bereits eine richtige Tür aufgestellt (sieht echt cool aus!). Die Gottesdienstbesucher werden die Möglichkeit erhalten, durch diese Tür zu gehen und dabei ganz deutlich zu erleben, was das Wort Jesu wirklich bedeutet. Zumindest wünsche ich mir, dass das zu einem Schlüsselerlebnis für sie wird. Apropos Schlüsselerlebnisse: Auch ein Zeugnisteil zum Thema Schlüsselerlebnisse mit Gott ist in den Gottesdienst eingebaut, der durch eine Pantomime zum Thema inspiriert sein wird.

Auch einiges an Deko wird neben dem Türrahmen wieder am Start sein. So hat einer unserer Künstler wieder ein Bild mit einer Türe gemalt und dieses Bild als Gebetskärtchen, gewissermaßen als Give-aways, produzieren lassen.

Spannend und beeindruckend, mit welcher Leidenschaft, die Menschen in meiner Gemeinde sich in die Gottesdienstvorbereitung reinhängen, Stunden damit verbringen, motiviert und begeistert dabei sind. Ich wünsche mir, dass die Menschen aus unseren Gottesdiensten verändert herausgehen.

Licht

Nachdem der „Brot-Gottesdienst“ heute super gelaufen ist und die Menschen mit allen Sinnen berührt zu haben scheint, gilt das schöne Motto: Nach dem Gottesdienst ist vor dem Gottesdienst. Und in diesem Sinne verlaufen die Vorbereitungen für den „Licht-Gottesdienst“ auch schon auf Hochtouren.

Diesmal haben wir ein Moderatorinnen-Duo am Start, das an sich schon für Kreativität steht und diese garantiert. Und natürlich werden wir mit Lichteffekten aller Art arbeiten. Das Wort Jesu lautet ja: „Ich bin das Licht der Welt“ – also: was liegt näher, als dekomäßig mit Globen, einer großen Weltkarte aus der Erdkundeabteilung der benachbarten Hauptschule und mit Licht-und-Schatten-Spielen sowie einem ordentlich leistungsfähigen Spot auf das Kreuz zu arbeiten?? Am Ausgang gibt es (statt Brot und Brotrezepten wie heute) dann als Giveaways Streichholzschachteln mit extra vorbereitetem passendem Spruch.

Cool finde ich ja, dass der kommende Sonntag im Kirchenjahr „Okuli“ heißt – „Meine Augen sehen stets auf den Herr“ – paßt irgendwie auch zum Thema Licht, denn ohne Licht könnten unsere Augen ja auch nichts sehen. Und in diese Richtung geht es auch inhaltlich: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebenshaben.“ (Joh 8,12) Dieser Text hat zwei Richtungen: 1. Licht der Welt ist Jesus. 2. Nur, wer nachfolgt, wird das Licht haben – und (jetzt schön nach Mt 5) kann selber Licht für die Welt sein!Mir geht es wieder um Veränderung (damit nerve ich meine lieben Gemeindegeschwister schon seit Wochen…) – und wer nicht bereit zur Veränderung ist, der sollte nicht unbedingt Christ werden wollen. Und es wichtig, das wir aus der Finsternis (auch unserer psychologischen und so) heraus treten ins Licht, damit wir selber Licht sein können.

Naja, ich muss noch packen. Ab morgen bin ich für eine Woche auf dem Theologischen Konvent und der Vikariatsabschlusstagung. Danach bin ich endlich (hoffentlich) „fertiger“ Pastor. Aber das ist eine andere Geschichte…