pass auf, kleines auge!

Die Losungen der beiden letzten Tage inspirieren mich.

Losung vom 07.07.15:

Lass deine AUGEN offen stehen über diesem Hause Nacht und Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein. – 1. Könige 8,29

Losung vom 08.07.15:

Eure AUGEN haben die großen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. – 5. Mose 11,7

Als Kinder haben wir immer das Lied gesungen: „Pass auf, kleines Auge, was Du siehst“. Eigentlich schrecklich, denn uns wurde beigebracht, dass Gott alles sieht – jede Sünde, die wir tun. Deswegen sollten wir ja auch aufpassen. Es hatte also eine eher negative und Druck erzeugende Wirkung. Das Lied kennt unterschiedliche Textvarianten. Ursprünglich stammt es aus dem angelsächsischen Bereich. Dort lautet der Kehrvers:

There’s a Father up above
and He’s looking down in love.

Auf Deutsch könnten wir singen: „Denn der Vater im Himmel schaut herab in Liebe!“ Ein ganz anderer Ton.

Der Lehrtext der Losung vom 07.07.15 verdeutlicht, worauf Gott seine Augen richtet: Nicht auf Häuser, Gebäude, Kirchen (auf die auch, ja!). – Aber vielmehr auf uns Menschen, die wir „SEIN Haus sind“ (Hebräer 3,6). Und er schaut mit liebevollem Blick auf uns. Denn der Vater im Himmel hat dich lieb (andere dt. Textvariante der zweiten Zeile des Kehrverses). Wir haben ein Ansehen bei Gott. Wir sind wer – vor Ihm und für Ihn. Deshalb dürfen wir auch von dem, was wir (!) gesehen und gehört haben, allen Menschen verkündigen, damit immer mehr den Weg zur und in die „Gemeinschaft der Angesehenen“ finden (vgl. 1.Joh 1,3).

In einem Gespräch wurde mir kürzlich wieder bewusst: Ich darf Acht haben auf mich. Auf das, was ich sehe, was ich höre, was ich spreche, was ich denke, was meine Hand tut, wohin ich gehe. Ich darf Acht haben auf mich in meinem So-Sein. Ich darf sein, wer ich bin, denn Gott hat mich so geschaffen, wie ich bin. Und ich darf Gott einladen, in mir zu wohnen. Ich muss nicht alles glauben, was mir die Leute vorgaukeln, wer ich zu sein hätte oder scheine.

Pass auf, kleines Herz, wer in dir wohnt.

Nicht nur wer, sondern welche Gedanken in mir wohnen, wie ich mich selbst sehe, über mich denke, rede und mit mir umgehe. Manchmal sehen unsere Augen nur das Schlechte – das, was wir nicht dürfen. Wir reden uns Dinge ein, die nicht wirklich sind. Wirklich ist das, was für das Auge unsichtbar ist – für das innere Auge jedoch sichtbar. Und wirklich ist: Wir sind SEIN HAUS. Was wir darin wohl alles so sehen und erkennen können? Pass auf, kleines Auge, was Du an Dir siehst – und überprüfe, ob es tatsächlich der Wahrheit entspricht, oder Dir nur vorgegaukelt wird. Der Vater im Himmel jedenfalls, hat dich lieb!

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