2011 – gedanken zur jahreslosung

Das neue Jahr 2011 hat begonnen – für mich mit einer (von mir selbst diagnostizierten 🙂 ) Kehlkopfentzündung. Das hieß zunächst einmal: Stimme weg – zumindest fast, denn meine Predigtdienste konnte ich dennoch durchführen (Headset sei Dank).

Ich habe mich gefragt, was man zu einer Jahreslosung wie der des Jahres 2011 eigentlich alles sagen kann:

„Lass Dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Tun des Guten.“
Römer 12, 21

Interessant war für mich wieder mal zu sehen, in welchem Zusammenhang dieser Text steht. Paulus stellt Vers 21 an das Ende des Kapitels über seine Gedankenwelt (oder besser: Visionen) vom Leben der Gemeinde (mein Lieblingsthema: Ekklesiologie = die Lehre von der Kirche): Ein vollkommener Gottesdienst soll deren Lebensführung ausmachen – und damit ist nicht die eine Stunde am Sonntag gemeint, ein Dienst an- und untereinander und an der Welt, und schließlich: ein von Selbsthingabe und -aufgabe (Ja, auch das!) gezeichnetes Miteinander, das „in dem Guten“ (soll heißen: im bzw. durch das Tun des Guten) das Böse besiegt (so der Urtext).

Man könnte so viel dazu sagen. Für mich ist die Jahreslosung ein Aufruf, mich zu entscheiden – für das, was wesentlich ist in unserem Leben – worauf es ankommt. Und dazu hat Gott mir mein Gewissen gegeben, dass gepaart mit seinem Geist schon ganz gut selber weiß, was der Wille Gottes ist: Das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene (Vers 2).

Unserem Lobpreisleiter ist es zu verdanken, dass wir dazu einen sehr passenden Text von Martin Luther King hören konnten:

Worauf es ankommt

Es kommt nicht darauf an, geliebt zu werden, – sondern zu lieben.
Es kommt nicht darauf an, zu genießen, – sondern zu schenken.
Es kommt nicht darauf an, sich durchzusetzen, – sondern sich einzusetzen.
Es kommt nicht darauf an, den Frieden zu erwarten, – sondern Friedensstifter zu sein.
Es kommt nicht darauf an, dass Gott tut, was ich will, – sondern dass ich tue, was Gott will.
Es kommt nicht darauf an, was die Menschen von mir denken, – sondern was Gott von mir denkt.
Es kommt nicht darauf an, alles zu kennen, – sondern das Erkannte zu tun.
Es kommt nicht darauf an, dem Leiden zu entgehen, – sondern das Leiden sinnvoll zu ertragen.
Es kommt nicht darauf an, wann ich sterbe, – sondern ob ich bereit bin, in Gott zu leben.

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