Kein Alkohol

Seit einigen Monaten schon ist u.a. auch meine Gemeinde an einer Initiative in Bad Kreuznach beteiligt, die sich um das „Problem“ des überdimensionierten Alkoholgenusses und dessen Folgen für die Gesellschaft verursacht durch bis zu 200 Jugendliche kümmert. Allwöchentlich – und nicht nur in der milden bis warmen Jahreszeit – treffen sich Jugendliche am sogenannten „REWE-Treff“ in Bad Kreuznach (Nähe kreuznacher diakonie, Lina-Hilger-Gymnasium) und sorgen leider in dann zu fortgeschrittener Zeit alkoholisiertem Zustand dafür, dass beispielsweise Rollifahrer aufgrund von Scherben nicht mehr ungehindert zum Supermarkt kommen.

Dieses Problems und seiner Lösung hat sich wie gesagt eine Initiative bestehend aus Vertretern ganz unterschiedlicher Institutionen unserer Stadt (kreuznacher diakonie, Lina-Hilger-Gymnasium, Polizei, Ordnungsamt,  Stadtjugendförderung, Jugendamt, Baptistengemeinde, Kreuznacher Alternative Jugend e.V., Anwohnerschaft) angenommen. Dabei wurde nicht nur der Alkoholkonsum als Problem festgestellt und diskutiert, sondern auch die – zumindest für manche Jugendliche geltende und – aus diesem Verhalten ablesbare soziale Not. Gleichwohl wurden dennoch auch Möglichkeiten diskutiert, den Alkoholkonsum etwa seitens der Stadt in gewissen Zeiträumen und an öffentlichen Plätzen einzuschränken oder ganz zu verhindern.

Einen bedeutsamen Schritt in diese Richtung geht seit heute die Stadt Stuttgart (wir Schwaben sind eben fortschrittlich 🙂 ), wie heute online bei http://www.swr.de zu lesen ist:

Kein Alkoholverkauf mehr in der Nacht

Ab heute gilt in Baden-Württemberg ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot. An Tankstellen, Kiosken und in Supermärkten darf kein Alkohol mehr verkauft werden. Die Regelung ist bundesweit einzigartig und soll Saufgelage von Jugendlichen verhindern.

Der ganze Artikel hier.

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2 Gedanken zu „Kein Alkohol

  1. Schön, dass auch die Baptistengemeinde die Probleme sieht und sich an einer Initiative beteiligt. Besonders gut finde ich dass auch die soziale Not im Blick behalten wird.
    Ich halte das Alkoholverkaufsverbot als Teillösung für einen guten Ansatz. Leider wird das Problem damit wohl nur verlagert. Die Jugendlichen freffen sich dann evtl. nicht mehr vor dem REWE und die soziale Not wird bleiben.

    Dein Blogeintrag hat mich an eine Nachricht aus Schweden erinnert, wo es ja sehr strenge Gesetze zum Verkauf von Alkohol gibt: Schwedische Jugendliche betrinken sich mit Seife

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