Ringschule „wirtschaftet“ – 2

Die Vorbereitungen für Ringschule „wirtschaftet“ laufen auf Hochtouren – und es macht riesig Spaß, mit vorbereiten zu dürfen und auch dabei zu sein (wenn es jetzt auch teilweise mit allem anderen, was noch so ist, auch schon ganz schön stressig wird…). Ich merke, wie mich das Fieber packt, sozial-diakonisch im weitesten Sinne aktiv zu sein und alle Felder des gesellschaftlichen Lebens im wahrsten Sinne des Wortes an einen Tisch zu bringen.

Seit kurzem weiß ich, dass die Adresse unserer Gemeinde bei der Polizei aufgrund der Situation mit den Jugendlichen, die unser Gelände meistens am Wochenende bevölkern, als „sozialer Brennpunkt“ registriert ist. Ich habe die Gemeinde letzten Sonntag gefragt, wie es ihr damit geht. *hihi* – Per Definition bezeichnet der Begriff Sozialer Brennpunkt ein Wohngebiet, in dem „Faktoren, die die Lebensbedingungen ihrer Bewohner und insbesondere die Entwicklungschancen beziehungsweise Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen negativ bestimmen, gehäuft auftreten“. – Die Ringschule wird als eine Schule „im“ sozialen Brennpunkt begriffen oder als Ort, an dem Kinder „aus dem sozialen Brennpunkt“ zur Schule gehen. Soviel zum Thema Schubladendenken… – In der Optik hat der Begriff Brennpunkt dagegen eine ganz andere aber interessante Bedeutung: Hier versteht man unter dem Brennpunkt (oder: Fokus) die durch etwa eine Linse erzeugte Bündelung von Lichtstrahlen zu einem einzigen verdichteten Lichtstrahl – dieser kann eine sehr hohe Energiedichte aufweisen, die in der Lage ist, brennbares Material zu entzünden. Was für ein Bild für menschlich-gemeinschaftliches Handeln: Ein sozialer Brennpunkt, in dem sich das Licht bündelt, sodass alles, was von diesem Licht getroffen wird, sich entzünden läßt, anstecken läßt. Ich wünsche mir tatsächlich, dass wir es bei „Ringschule wirtschaftet“ schaffen, den Kindern und Jugendlichen genauso wie allen Gästen zu vermitteln, dass es für jede Lebenssituation eine Perspektive gibt, wenn man näher zusammenrückt in der Gesellschaft und aufeinander achtet.

Als Pastor hat alles Gesagt für mich auch noch eine andere, tiefere Bedeutung: „Kirche verstanden als sozialer Brennpunkt“ – was für ein Bild! Das Licht, das in die Welt strahlt, kann Menschen auch mit der Liebe Gottes entfachen, entzünden, wenn Menschen durch sich der Energiedichte dieses Lichtes aussetzen, sich also „in den sozialen Brennpunkt Kirche“ begeben, wenn sie der verdichteten Energie der Liebe Jesu im Miteinander menschlich-gemeinschaftlichen Handelns begegnen. Durch wen aber können Menschen der Liebe Jesu begegnen? Unter dem Begriff „Kirche“ findet sich hier die Antwort.

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