Brot

Am kommenden Sonntag ist im Rahmen der Predigtreihe also die Brotrede Jesu dran. Grübel Grübel… Wir haben uns wieder einen sehr kreativen Gottesdienst ausgedacht: Vom selbst gemalten Bild zum Thema, dem Verkosten von Brot während der Predigt, einem kleinen Theaterstück, das das Thema alltägliches und schon traditionelles Tischgebet beim Frühstückstisch problematisiert, ein 60×80 cm großes „Brotkreuz“ vom Bäcker, das als Deko bis Ostern in der Gemeinde stehen bleibt (und leider vertrocknet), bis hin zu der Tatsache, dass wir vor Gottesdienstbeginn in unserer Küche wie die Weltmeister Brot backen werden, damit das ganze Gebäude nach frisch gebackenem Brot riecht – ist vieles dabei und zielt darauf, unsere Sinne anzuregen und für das Thema zu sensibilisieren.

Aber inhaltlich? Mir ist mal wieder klar geworden, dass es bei allem, was die Bibel so berichtet, immer um unsere Geschichte mit Gott geht. Welchen Bezug haben wir zum Leben und zu dessen Geber? Wie gestalten wir dieses Leben? Leben wir vom Weißbrot oder Fastfood? Oder nehmen wir ein gutes und kräftigendes Brot zu uns? Und überhaupt: Brot ist ein Grundnahrungsmittel. Weshalb? Was ist ein Grundnahrungsmittel? Folgt den Links! Höchst spannend. Und dabei so einfach. Brot ist das Nötigste vom Nötigen. Jesus ist das Nötigste vom Nötigsten. Es ist so einfach. Und dennoch ist uns manchmal das Süßigkeiten futtern am Abend oder das sinnlos immer wieder Burger etc. zu uns zu nehmen lieber, als vernünftige Nahrung, unvergängliche Speise… – Hey, Leute: Nie mehr hungern und dürsten – nie mehr diese unerträgliche Sehnsucht und Sucherei und Fragerei ertragen müssen, weil sie sich erledigt hat durch „den Nötigsten vom Nötigsten“. Es ist soooo einfach.

Weshalb nur machen sich manche Leute das Leben gar so schwer? In den letzten Wochen mußte ich gleich mehrfach in verzweifelte und hoffnungslose Gesichter blicken. Die einen waren mit dem Thema Krankheit, Sterben und Tod konfrontiert.  Teilweise sehr krass und abrupt – völlig unerwartet standen sie plötzlich am Sarg eines geliebten Menschen. Die anderen waren untröstlich, weil Beziehungen zu scheitern drohten, weil eigene Lebenskonzepte und Verhaltensmuster dem eigenen Leben und den Beziehungen im Weg standen – aber was dagegen zu unternehmen ist zu unbequem… Wie tröstlich und hoffnungsvoll ist es da dann, wenn wir die Grundbedürfnisse unseres Lebens vorher befriedigt und geklärt wissen – vorher: bevor wir nämlich an die Grenzen unseres Lebens geführt werden. Aber selbst dann, wenn wir Grenzerfahrungen machen, ist noch nicht alles aus! Wir dürfen uns verändern (lassen), Dinge in unserem Leben klären, Klarheit schaffen – auch das sind Grundbedürfnisse…

Mir macht die Brotrede erneut deutlich: Wir leben auf dieser Erde nicht für immer. Aber wir haben einen, der unser Leben hier und darüber hinaus satt machen kann, satt werden lassen kann, der unsere Sehnsucht befriedigt und uns eine Lebensperspektive schenkt, die über den Tod hinausreicht. Und das ist es doch, was wir alle brauchen, oder nicht?

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