Seit Freitagmorgen bin ich Strohwitwer, weil meine Allerliebste Gattin (ausgerechnet auch noch an unserem Hochzeitstag) zu einer Fortbildung mußte. – Die Kinder haben das bislang echt gut weggesteckt! Hätte ich ja, ehrlich gesagt, nicht gedacht! Wenn die Mama fehlt, das könnte ja auch ganz anders laufen – schlecht für den Papa meine ich – tat es bisher aber nicht.
Am Freitag war gleich mal der Kindergarten geschlossen. Programm: Auf dem Markt Obst, Gemüse und Brot gekauft. Anneli hat Kräuter befühlt und an ihren Händen dann deren Duft gerochen – toll, wenn man für sowas mal Zeit hat. Danach zu ihrer Freundin. Am Spätnachmittag das Fest in Annelis zukünftiger Grundschule (Anneli: „meine Schule“). Dort durchläuft sie den kompletten Parcour an Übungen und holt sich für alles als Beweis einen Stempel.
Samstag: Einkaufen, dann Anneli zur „Musikschule“, danach zu einer Freundin, dann das große Highlight des Tages: Kindernachmittag der „BK City Kids“, die für ihre WM-Las-Vegas-Pläne richtig was boten (Anneli war begeistert, Marielle teilweise auch – hat geklatscht und gewippt als wenn es kein Morgen gäbe – zumindest teilweise). Weil ähnlich wie bei „Ringschule wirtschaftet“ ein den Hallenboden schützender schwarzer PVC-Boden eingelegt worden war, auf dem Marielle krabbelnder Weise unterwegs war, schloß der Tag mit der Badwanne, Biene Maja, Sandmännchen – und für mich mit einem Bierchen und nem Döner.
Heute (Sonntag) begann bereits um 5:45 Uhr durch Marielle. Nach dem GoDi mit der Diakoniegemeinde heim, Essen, Pause – und dann der große Auftritt des Kindergartens beim Gemeindefest in Winzenheim. Wie immer war es eine Riesensache für die Kids und durch das Thema auch gleichzeitig eine Mini-Evangelisation. Wegen der Hitze anschließend: Planschbecken raus, Sandkasten auf – Kinder spielen lassen. Da konnte ich doch sogar noch die Wäsche zusammenlegen.
Morgen (Montag) geht dann wieder der ganz normale Alltag los (freier Montag eben
): Kindi, Sport, Einkaufen…
Alleinerziehender Vater auf Zeit – das ist ein Projekt, das ich jedem Vater nur sehr empfehlen kann. Man wächst mit den Aufgaben und – wenn man sonst Vollzeit arbeitet – versteht so manche Erschöpfungssituation der eigenen Frau (die ja neben Kind und Haus auch noch arbeitet!) plötzlich viel besser.
Für mich steht fest: Das will ich wiederholen. Nächstes Fortbildungswochenende ist im September.
